Auch die Kulturgeschichte der Kartoffel wird vorgestellt: wo ihr Ursprung war, wie sie sich im Europa des 16. bis 18. Jahrhunderts von der Zier- bis zur landwirtschaftlichen Nutzpflanze entwickelte, warum und wie sie sich dort verbreitete und genutzt wurde. Die ausgestellten Objekte erzählen Alltagsgeschichte, zeigen aber auch, wie der Kartoffelanbau die traditionelle Landwirtschaft allmählich veränderte, neue Agrarstrukturen entstanden und sich die Ernährungsweise der Menschen im 18. und 19. Jahrhundert fundamental wandelte.
Zahlreiche Exponate wie Bilder, Bücher, landwirtschaftliche Geräte, Küchenutensilien, Pflanzenpräparate, eine Kirchenkanzel für die „Knollenprediger“, Filme und Hörstationen machen den Einzug der Kartoffel im Preußen des 18. Jahrhunderts lebendig. Außerdem versprechen historische Kartoffel-Rezepte dem Besucher auch praktische kulinarische Anregungen.
Zur Ausstellung erscheint im Verlag für Berlin-Brandenburg das Begleitbuch König & Kartoffel Friedrich der Große und die preußischen „Tartuffoli“ (herausgegeben von Antonia Humm, Marina Heilmeyer und Kurt Winkler).





