Eine von der Bank of America Merrill Lynch unterstützte Ausstellung präsentiert das Victoria & Albert Museum in London. „The Cult of Beauty“ wird die vier Dekaden von 1860 bis 1900 und über 250 meisterhafte Exponate wie Gemälde, Skulpturen und Möbelstücke präsentieren. Die Ausstellung gliedert sich in vier Stationen, die sich mit der Suche nach der neuen Schönheit, dem Prinzip L‘art pour l’art, schönen Menschen und ästhetischem Wohnen und der späten Blumenpracht der letzten Dekade auseinandersetzen. Beliebte Motive des Ästhetizismus wie die Lilie, die Sonnenblume und die Pfauenfeder finden vielfach Beachtung.
Neben der ästhetischen Bewegung wird auch der Lebensstil herausragender Persönlichkeiten wie Lord Leighton, Rossetti, Aubrey Beardsley, Burne-Jones, E.W. Godwin, Christopher Dresser, William Morris und Oscar Wilde porträtiert. Kunst und Lebensstil des Ästhetizismus waren untrennbar miteinander verknüpft. Der Ästhetizismus war die erste künstlerische Bewegung, die das Selbstverständnis der neuen, aufstrebenden Mittelklasse inspirierte und so auch gesellschaftlichen Einfluss erhielt. Die Kunstströmung wurde zu ihrer Zeit äußerst kontrovers wahrgenommen: der Dandyismus der avantgardistischen Bohème, der zum Lebensstil vieler Vertreter der Richtung wie Oscar Wilde gehörte, traf auf starke Ablehnung. Dennoch hatten literarische Werke, aber auch die Meisterwerke berühmter Maler, beispielsweise Rossettis, großen Einfluss: Stimmungen, Farben und wurden in den Vordergrund gerückt und wichtiger als das eigentliche Subjekt.
Kunstliebende Englandreisende können die Ausstellung vom 4. April bis zum 17. Juli im Victoria & Albert Museum besuchen.





