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Der Mann, der Hitler interviewte
Karl Henry von Wiegand (1874 –1961) gilt als einer der einflussreichsten Auslandskorrespondenten des 20. Jahrhunderts. Bereits 1922 stellte er Adolf Hitler der amerikanischen Öffentlichkeit als „German Mussolini“ vor. Mehrmals interviewte er den deutschen Diktator für US-Medien.
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Wenn er auftauchte, wussten viele, dass große Ereignisse anstanden: Karl Henry von Wiegand sei ein Mann mit einem „fast unheimlichen Gespür für politische Entwicklungen“, notierte die Journalistin Bella Fromm am 8. Dezember 1932 in ihr Tagebuch. An dem Tag habe ihr Wiegand versichert, es werde nicht mehr lange dauern, bis die Nationalsozialisten an die Regierung gelangten. Er „hat immer mit einem nationalsozialistischen Staatsstreich gerechnet. Er betrachtet Hitler als den Mann, der es ernst meint, und zwar schon seit 1921, als Wiegand ihn das erste Mal interviewte“.
Bella Fromm unterrichtete auch den amtierenden Reichskanzler Kurt von Schleicher über Wiegands Vorhersage eines drohenden Umsturzes. Der gab sich selbstbewusst, er werde diese Bedrohung abzuwehren wissen, und verlachte sie mit der Bemerkung: „Ihr Journalisten seid doch alle gleich. Ihr verdient euer Brot mit professionellem Pessimismus.“ Zwei Monate später waren die Nationalsozialisten an der Macht, und 18 Monate später war Kurt von Schleicher tot. Seine Ermordung war eines der wichtigsten Ziele der Nationalsozialisten während des sogenannten Röhm-Putsches im Juni 1934.
Die Karriere des Ausnahme-Journalisten beginnt mit exklusiven Interviews im Ersten Weltkrieg
Wer aber war Karl Henry von Wiegand, dessen langes Leben von 1874 bis 1961 völlig verschiedene Epochen, Länder und politische Systeme überspannte? Wiegand war seit den 1920er Jahren zweifellos der bedeutendste Auslandskorrespondent der Welt. Den Grundstein für eine atemberaubende Journalisten-Karriere legte der gebürtige Amerikaner mit deutschen Wurzeln mit seiner Berichterstattung aus Deutschland während des Ersten Weltkriegs. Auf dem Höhepunkt der Marokko-Krise, im Jahr 1911, traf Wiegand in Berlin ein. Kein Geringerer als Maximilian Harden, führender Publizist des Kaiserreichs und schärfster Kritiker Wilhelms II., wurde zum Förderer des amerikanischen Auslandskorrespondenten.
Fahrt gewann Wiegands journalistische Karriere mit Beginn des Ersten Weltkriegs als politischer Interviewer. Durch Vermittlung Hardens und des Zentrumspolitikers Matthias Erzberger gelang es ihm, am 21. November 1914 den deutschen Kronprinzen Wilhelm in Stenay zu interviewen. Dessen freimütige Einschätzung „We already have lost the war“ konnte Wiegand zwar nicht veröffentlichen, das Interview erschien aber am 1. Dezember 1914 im „New York Herald“ mit der selbstkritischen Überschrift: „Crown Prince Interviewed on the War. ‚Calls it stupid‘“.
Nicht zuletzt wegen seiner Integrität galt Wiegand hinfort als medialer Vertrauensmann der deutschen Elite in der amerikanischen Presse. Sensationelle Interviews mit Paul von Hindenburg, Graf Zeppelin, Reichskanzler Bethmann Hollweg und Kronprinzessin Cecilie folgten. Als militärpolitisch am brisantesten erwies sich Wiegands Interview mit Großadmiral Alfred von Tirpitz, gedruckt in der amerikanischen Zeitung „World“ am 23. Dezember 1914 mit der Schlagzeile „Tirpitz Suggests Sub Blockade to Starve out Great Britain“. Monate vor dem eigentlichen Beginn ventilierte Tirpitz hier die Idee eines unbeschränkten U-Boot-Krieges gegen Großbritannien in der Weltöffentlichkeit.
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Weltweites Aufsehen erregte auch das Interview Wiegands mit Papst Benedikt XV. am Ostermontag, dem 5. April 1915, im Vatikan. Es war das erste journalistische Interview mit Abdruckgenehmigung, das ein Papst einem Journalisten gewährte, nachdem James Creelman Ende des 19. Jahrhunderts mit Papst Leo XIII. sprechen und darüber berichten durfte. Benedikt XV. kritisierte in dem Interview, das am 11. April 1915 auf der gesamten Titelseite der „New York World“ erschien, die neutralen USA dafür, Waffen an kriegführende Nationen zu liefern, da dies den Krieg unnötig verlängere. Wiegands spektakuläres Papst-Interview, im Vorfeld arrangiert von Matthias Erzberger und dem deutschen Sonderbotschafter in Rom, Ex-Reichskanzler Bernhard von Bülow, diente damit vor allem den deutschen Interessen.
In geheimer Mission: Wiegand wird beauftragt, einen Separatfrieden mit Deutschland einzufädeln
Wiegands Ansehen in deutschen Führungskreisen trug dazu bei, dass ihn „Colonel“ Edward M. House, der Sonderberater des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson, zur Jahreswende 1917/18 als inoffizielle Kontaktperson zu den Deutschen auswählte. House und Wiegand hatten sich bei ihren Bemühungen kennengelernt, das Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten und William Randolph Hearst zu kitten. Dessen Medienkonzern, der jahrelang George Washingtons Warnung vor „foreign entanglements“ und den Isolationismus gepredigt hatte, wurde so auf Kriegslinie gebracht.
Anfang 1918 sah die militärische Lage für die Alliierten jedoch düster aus. Als mit der Frühjahrsoffensive Ludendorffs („Operation Michael“) bei den Franzosen Panik ausbrach, glaubte man auch in Washington für einige Wochen im März 1918 den Krieg verloren. Wiegand wurde von House als Emissär ins neutrale Stockholm ausersehen, um von dort für die Amerikaner einen Separatfrieden mit den Deutschen einzufädeln. Wiegand beschreibt die Situation in seinem Nachlass so: „I found the usually so fishy unemotional Colonel very agitated. Bluntly, tersely, in sharp voice, he asked could I and would I go to Stockholm to ‚begin pourparlers with the Germans for separate peace‘.“ House habe ihm unverblümt gesagt: „We have lost the war. Ludendorff is at Amiens. The French are in panic. They say they will quit. We have information that they want to make a separate peace. We don’t want them to get ahead of us on that. It would make it more difficult for us to make peace with Germany. Will you go?“ Die Mission wurde laut Wiegand durch die plötzliche Erkrankung von House an der spanischen Grippe unterbrochen. „In meantime Ludendorff was stopped at Amiens, the situation saved. Many dramatic moments in between. Col. House later wrote me a letter in which he confirmed that I had been given that mission and that the President knew and approved.“ Während House außer Gefecht war, habe das State Department, das die Aktion verhindern wollte, Wiegand als zu deutschfreundlich eingestuft und seinen Reisepass eingezogen.
Trotz der Erwähnung in einem mit „confidential“ markierten Brief des amerikanischen Deutschland-Botschafters William Dodd an Präsident Franklin D. Roosevelt vom 15. März 1935 und in den 1941 veröffentlichten Tagebüchern Dodds sind Wiegands Geheimmission und das Ansinnen der USA, im März 1918 mit dem Deutschen Reich einen Separatfrieden zu schließen, in der historischen Forschung unbeachtet geblieben. Dodd, der vor seiner Zeit als Botschafter in Nazi-Berlin als Historiker selbst zum Ersten Weltkrieg und Präsident Wilson geforscht hatte, wollte die Information lange Zeit nicht glauben, die er, im August 1933 im Vertrauen, von Wiegand erfahren hatte.
Das Bekanntwerden nach dem Sieg der Alliierten über das Deutsche Reich Ende 1918 hätte zweifellos ein schlechtes Licht auf den „Great“ War und die Bündnistreue der Alliierten untereinander geworfen, weshalb Wiegand von House gebeten wurde, die geplante Mission nicht öffentlich zu thematisieren. House erwähnte sie in seiner Autobiographie von 1926 mit keinem Wort. Wiegand versprach er, „it would appear in his private notes and papers to be published fifty years after his death“. Ein schlauer Schachzug bzw. eine glatte Lüge des Präsidentenberaters, denn eine solche testamentarische Verfügung nahm House nie vor.
„I first put Hitler on the world’s news map“
Diese Episode, so historisch wichtig sie uns heute erscheinen mag, war nur eines von vielen bemerkenswerten Ereignissen im temporeichen Berufsleben Wiegands. Sie verdeutlichen, welchen politischen Einfluss ein Auslandskorrespondent in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausüben konnte.
Mit feinem politischem Gespür hielt Wiegand nach dem Ersten Weltkrieg den Kontakt zu militärischen und monarchistischen Kreisen in Deutschland ebenso aufrecht wie zur aufstrebenden nationalsozialistischen Bewegung und ihrem „Führer“ Adolf Hitler. 1917 wechselte Wiegand zu dem amerikanischen Medientycoon William Randolph Hearst und dessen Presseimperium und stieg dort zum global tätigen, nur Hearst persönlich verantwortlichen Chefkorrespondenten auf. Sein Gehalt und noch mehr sein Spesenkonto waren enorm. Er konnte bereits damals an jeden Krisenherd der Welt reisen, wenn ihm die „Story“ nur interessant genug erschien. Ob in der First Class zur See, auf der Schiene im Orient-Express oder mit den ganz neuen und sehr teuren Linienflugzeugen von KLM und Lufthansa – Kosten spielten keine Rolle. War politisch einmal Flaute, was selten genug vorkam, inszenierte Wiegand mit reichlich Hearst-Geld journalistische „Scoops“ wie 1929 die erste Zeppelinfahrt um die Welt, über die er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Lady Grace Drummond-Hay exklusiv als globales Medienereignis berichten konnte.
In Wiegands Berufsleben finden sich merkwürdige Zirkel: So war er der erste und der letzte amerikanische Journalist, der Adolf Hitler interviewte. Am 12./13. November 1922 erschien in den Zeitungen des Hearst-Konzerns das erste Hitler-Interview Wiegands, in dem er der amerikanischen Öffentlichkeit den „German Mussolini“ vorstellte. Wiegands letztes Interview mit Hitler fand am 9. Juni 1940 in der Nähe des Führerhauptquartiers Wolfsschlucht 1 statt. Unter der Überschrift „Europe for the Europeans, America for the Americans“ wurde es in Hearst-Blättern wie dem „Los Angeles Examiner“ und dem „New York Journal American“ am 14. Juni 1940 passgenau zum Einmarsch der Wehrmacht in Paris gedruckt, um die Isolationisten in den USA zu stärken und eine amerikanische Intervention in den Krieg zu verhindern oder wenigstens zu verzögern.
Enger Kontakt zu den aufstrebenden Nationalsozialisten
Alfred Rosenberg, führender Ideologe der NS-Bewegung, erinnerte sich später in Dankbarkeit: „Wiegand war um 1923 der erste große ausländische Journalist, der sich um Adolf Hitler kümmerte.“ Über seine engen Kontakte zu den aufstrebenden Nationalsozialisten zerbrach auch Wiegands Freundschaft mit seinem alten Förderer Maximilian Harden. Dieser glaubte das bereits in der Frühphase der NS-Bewegung und bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von vielen Amerikanern und Briten bemühte Argument nicht, man wolle mit Hitler ein neues, kräftiges Deutschland fördern, ihn aber von seinem irrationalen Antisemitismus abbringen. „Seine [Hitlers] größte Schwäche ist sein rabiater anti-Semitismus“, versuchte sich Wiegand gegenüber Harden zu rechtfertigen. „Und wie ich höre, sind starke Einflüsse an der Arbeit, ihn zu bewegen, dieses von seinem Programm zu streichen.“ Zu diesen „Einflüssen“, die Hitler von seinem Antisemitismus reinigen wollten, gehörte nicht nur Wiegand, sondern auch sein Chef, William Randolph Hearst.
Immerhin erkannte Wiegand 1943/44, dass Hitler es mit seinen Plänen, die europäischen Juden zu ermorden, ernst meinte, und veröffentlichte Artikel, in denen er die Amerikaner zu schnellem Handeln aufrief, um die noch lebenden Juden zu retten.
Hitlers anderes großes Ziel, „nach Osten“ aufzubrechen und die Weltherrschaft an sich zu reißen, durchschaute Wiegand früher. In einem „Cosmopolitan“-Artikel vom April 1939, der auf einem unveröffentlichten Hitler-Interview von 1937 basierte, schrieb Wiegand klipp und klar: „Hitler has deviated little from the course he charted in Mein Kampf or from goals he laconically outlined to me in those and later days. His face is set to the East.“ Dass Hitlers Ziele Napoleons Russland-Feldzug noch weit überstiegen und global waren, illustrierte Wiegand mit Hitlers ihm gegenüber gemachter Einschätzung zum Wert einer Allianz mit den weit entfernten Japanern: „We will shake hands with the Japanese in the Caucasus.“ Und bereits 1932 war es wieder Bella Fromm, die in ihrem Tagebuch die folgende Äußerung Wiegands überlieferte: „He [der Geopolitiker Karl Haushofer] has persuaded Hitler that an expansion to the East, peaceful or by force, is an inevitable necessity.“ Eine zentrale Stelle, die in der deutschen Ausgabe von Fromms Tagebuch nicht enthalten ist.
Hitler will den Journalisten zu einem ungewöhnlichen Auftrag drängen
Ein weiterer denkwürdiger Zirkel in Wiegands Leben als Auslandskorrespondent verband Ersten und Zweiten Weltkrieg: In seinem Nachlass finden sich zahlreiche Belege, dass Hitler ihn nach ihrem Interview im Juni 1940, ähnlich wie Colonel House im Frühjahr 1918, als inoffiziellen Friedensboten einsetzen wollte. Diesmal, um im Auftrag der Deutschen nach ihrem kurz bevorstehenden Sieg über Frankreich einen Frieden mit Großbritannien anzubahnen.
Nach dem Interview, das in Anwesenheit der Führer-Entourage im Schloss Lausprelle stattfand, habe Hitler ihn nicht sogleich verabschiedet, sondern noch gut 40 Minuten in einem Séparée auf ihn eingeredet, als Friedensbote („peace dove“) Deutschlands zu den Briten zu gehen. „Nachher nahm Ribbentrop mich in ein Zimmer und sagte mir, dass Hitler mich sprechen möchte und wollte seinen Friedensplan mir unterbreiten.“ In etwas holperigem Deutsch schilderte Wiegand 1959 dem Ex-Wehrmachtsgeneral Franz Halder die Szene so: „Er wollte haben, ich sollte Friedensverhandlungen anfangen mit den Engländern. Leider, ohne ihn tiefer und weiter in seine Friedenspläne eingehen zu lassen, lehnte ich glatt ab. Aufgeregt fragte er: Warum? ‚Ich würde gerne für den Frieden arbeiten, aber die Engländer werden unter keinen Umständen mit ihnen sprechen oder verhandeln.‘ Hitler sprang auf und rannte hin und her und dann brüllte er in lauter Stimme: ‚Das haben Sie mir schon vor 20 Jahren gesagt.‘“
An mehreren Stellen seines Nachlasses erläuterte Wiegand zu dieser erstaunlichen Szene, dass er im Sommer 1940 schlicht keine Erfolgsaussichten mehr bei den Briten für Hitlers Friedensangebot sah.
Nach dem spektakulären Hitler-Interview 1940, das ihm nach 1945 beinahe Ermittlungen des FBI einbrachte, wandte sich Wiegand dem asiatischen Kriegsschauplatz zu. Von Schanghai aus berichtete er über die Kämpfe zwischen Japanern und Chinesen. Auch hier kam Wiegand Weltkriegsgeheimnissen auf die Spur, als er von den japanischen Angriffsplänen auf die USA, sogar mit Datum, erfuhr. In seinen Telegrammen habe er das Datum aber bewusst um eine Woche nach hinten verschoben, um seine Quelle zu schützen: „War in the Pacific will begin by or before December 15.“ Der Angriff auf Pearl Harbor erfolgte am 7. Dezember 1941.
Wiegands Deutschland-Expertise blieb auch in Asien wichtig. Anfang Oktober 1941, wenige Wochen vor der deutschen Kriegserklärung an die USA, lobte ihn Goebbels in seinem Tagebuch: „Wigand (sic) gibt wiederum ein Interview aus Schanghai, in dem er sich außerordentlich pessimistisch über die Lage der Sowjetunion ausspricht. Er gibt ihr kaum noch eine Chance. Diese Interviews von einem seriösen Journalisten, der in der Welt einen großen Namen hat, dienen uns im Augenblick außerordentlich.“ Wiegands strikt antikommunistische Artikel wurden bis ins Frühjahr 1945 von der NS-Führung begierig gelesen, boten sie doch bis zuletzt einen Hoffnungsschimmer, dass sich die Amerikaner und Briten mit Stalin überwerfen könnten.
Der (west-)deutschen Politik blieb Karl Henry von Wiegand auch nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Die junge Bundesrepublik Deutschland zeigte sich für seine journalistische Unterstützung bei ihrer Verankerung im amerikanischen Machtbereich dankbar. Bundespräsident Heinrich Lübke verlieh ihm am 28. September 1959 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Wiegands Erbe schlummert in einem lange vergessenen Nachlass
Die politische Relevanz der journalistischen Arbeit Wiegands ist auch heute noch beachtlich. Seine Interviews mit Politikern von Hindenburg und Hitler über Atatürk und Gandhi bis zu Franco und Adenauer überspannten ein halbes Jahrhundert und hatten stets politische Folgen. Bis zu seinem Tod 1961 arbeitete Wiegand unermüdlich als Auslandskorrespondent und unternahm Reisen rund um die Erde. Seinem alten Kollegen George Ward Price schrieb er noch wenige Monate vor seinem Tod stolz, dass er gerade mit seiner neuen Lebensgefährtin und Assistentin Lydia Oswald durch Nordindien nach Kaschmir reise: „The passion for work and the spirit of adventure is still very strong in me.“
Mehrmals nahm Wiegand Anlauf, eine Autobiographie zu verfassen und der Weltöffentlichkeit die Geheimnisse seines Journalistenlebens zu verraten. Aber er fand letztlich nie die Zeit und Ruhe dafür. Doch anders als Edward M. House hinterließ Wiegand einen gewaltigen Nachlass, den er nicht „säuberte“. Dieser war, wie er selbst, nach 1961 für Jahrzehnte in Vergessenheit geraten, weshalb viele überraschende Details zum Zeitalter der Weltkriege aus dem Arkanbereich von Journalismus und Politik erst jetzt bekanntwerden.
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