Daniel Defoe (1660–1731) hatte erst Erfolg, als ein einsamer Abenteurer in sein Leben trat: Alexander Selkirk wurde im Roman zu Robinson Crusoe. Bis zum Erscheinen des Bestsellers im Jahr 1719 war Defoes Dasein eine Aneinanderreihung von Missgeschicken. Defoe konnte nicht mit Geld umgehen und war bereits als junger Erwachsener chronisch verschuldet. Bald geriet er auch mit dem Gesetz in Konflikt.
Die Teilnahme an der gescheiterten Rebellion 1685 gegen den letzten katholisch-anglikanischen König Jakob II. brachte den 25-Jährigen vor Gericht. Anders als der Rädelsführer, der Herzog von Monmouth (ein illegitimer Sohn von Jakobs Vorgänger Karl II.), endete Defoe nicht auf dem Schafott, sondern wurde begnadigt. Auch beruflich kam Defoe nicht richtig auf die Beine. Er investierte in riskante Schiffsbeteiligungen und schlitterte prompt in den Bankrott. Nachdem er seine Schulden nicht bezahlen konnte, blieb ihm das Gefängnis diesmal nicht erspart.





