Im Jahr 1827 landete der Berliner Franz Lieber (1798– 1872) in New York. Hätte es damals bereits ähnlich harsche Einwanderungsregeln gegeben wie heute, wäre ihm die Einreise wohl verwehrt worden, denn sein Landesherr, der preußische König, hatte Lieber als Demagogen – als Terroristen – eingestuft.
Liebers Verbrechen hatte darin bestanden, dass er die Restauration im nachnapoleonischen Europa und die Kleinstaaterei ablehnte und ein Gesamtdeutschland forderte. Wegen seiner progressiven Ziele verbrachte der junge Mann Monate in preußischen Gefängnissen. Nur dank Protektion durch angesehene Persönlichkeiten war er freigekommen, jedoch nicht rehabilitiert worden.





