In Bezug auf seine Staatsform war das noch junge Land seit jeher wankelmütig gewesen. Nachdem es jahrtausendelang eine Existenz als unbedeutende Landschaft innerhalb riesiger Großreiche gefristet hatte – erst des Römischen, dann des Byzantinischen, schließlich des Osmanischen –, erlangte Albanien 1912 infolge des ersten Balkankrieges überraschend die Unabhängigkeit. Auf Drängen der europäischen Großmächte wurde der neue Staat zum Fürstentum – und der deutsche Adlige Wilhelm von Wied zu seinem Fürsten.
Doch kaum hatte er seine Regentschaft 1914 angetreten, da war sie auch schon wieder vorbei. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, ging Wilhelm zurück in die Heimat, und Albanien wurde von jugoslawischen, griechischen, österreichischen, französischen und schließlich italienischen Truppen besetzt.





