Die Autorin Renate Faerber-Husemann, ehemalige Korrespondentin der Frankfurter Rundschau, präsentiert in gut lesbarer Form das Leben Epplers und koppelt dieses an die Geschichte der Bundesrepublik. Begrüßenswert ist, dass Faerber-Husemann jedem Kapitel ein Interview mit dem heute 85Jährigen voranstellt, was die chronologisch erzählte Biografie um eine persönliche, rückblickende Perspektive bereichert. Dabei kommen auch private Aspekte zu Familie und Alter sowie aktuelle politische Fragen zur Sprache. Dennoch: Die Sympathie, die die Autorin Eppler offensichtlich entgegen bringt, ist zwar verständlich, doch zuweilen lässt sie es an der nötigen Distanz vermissen. Faerber-Husemann vermischt die historische Darstellung mit der persönlichen Perspektive Epplers – obwohl die abgegrenzten Interviews eine klare Trennung von sachlich erzählter Biografie und subjektiver Meinung suggerieren.
Rezension: Felix Nothdurft





