Mit der Ausstellung „Juden.Geld“ wagt sich das Jüdische Museum in Frankfurt (Untermainkai 14/15, Tel. +49 (0)69 212-35000) an ein heikles Thema. Nicht die armen Juden aus dem Schtetl, sondern die reichen Juden stehen im Mittelpunkt. Das liegt nahe in einer Stadt wie Frankfurt, in der etwa die Bankiersfamilie der Rothschilds ihr Stammhaus hatte. Die Ausstellung widmet sich der oft als selbstverständlich angenommenen Verbindung von Reichtum und Judentum und untersucht ihre historischen Hintergründe.
So werden mittelalterliche Geldverleiher, Hoffaktoren, frühe Bankiers und Theoretiker des Kapitalismus vorgestellt und mit der Fiktion konfrontiert. Das Zerrbild vom reichen jüdischen Spekulanten etwa erwies sich in Theater und Film als äußerst langlebig, ja, das Bild der „reichen Juden“ beeinflusst unser Verständnis von Judentum und Ökonomie noch heute.





