von FOLKER REICHERT
Wilhelm von Rubruk, geboren um 1215 in einem kleinen Ort bei der heutigen französisch-belgischen Grenze, war ein gebildeter Mann. Wahrscheinlich hatte er an der Pariser Universität studiert und dort gelernt, was ihm später helfen sollte, sich in schwierigen Lebenslagen zu behaupten: Logik, Rhetorik, Dialektik. Wann er dem Franziskanerorden beitrat, wissen wir nicht. An seinem Lebensweg bleibt vieles unklar. Helles Licht fällt hingegen auf die große Reise, die ihn bis in das Herz Asiens führte: an den Hof des Großkhans der Mongolen. Denn darüber verfasste er einen für seine Zeit ganz ungewöhnlichen Bericht.





