Wie zahlreich sind deine Werke, die dem Angesicht verborgen sind, du einer Gott, dessengleichen nicht ist! Du hast die Erde erschaffen nach deinem Herzen, der du allein warst, mit Menschen, Herden und jeglichem Wild, allem, was auf Erden ist und auf seinen Füßen läuft, allem, was in der Luft ist und mit seinen Flügeln auffliegt.“ So heißt es im „Großen Sonnenhymnus“, der im Felsengrab von Echnatons Schwiegervater Aja überliefert worden ist und dessen Verse dem Pharao selbst zugeschrieben werden.
Die frappierende Ähnlichkeit der Zeilen des Hymnus mit den Versen des 104. Psalms fiel schon unmittelbar nach der Wiederentdeckung des Grabes im späten 19. Jahrhundert auf. Doch wie war das möglich? Und: War hier wirklich von dem EINEN Gott die Rede?





