Der Sonntag hatte jedoch nicht nur im Christentum eine besondere Bedeutung. An diesem Tag versammelten sich zwar die christlichen Gemeinden zur Eucharistiefeier, doch war er im Römischen Reich auch mit dem Sonnen- und Mithras-Kult verbunden. Der Kirchenvater Eusebius von Caesarea deutete die Einführung des wöchentlichen Feiertages jedoch allein als Ausdruck der christlichen Überzeugung Konstantins, denn der Sonntag sei der Tag der Auferstehung Christi. Neben der österlichen Prägung der christlichen Sonntagsfeiern bewahrten sich auch alttestamentliche Traditionen. Denn da am ersten Schöpfungstag das Licht geschaffen worden war, konnte auch die heidnische Sonnenverehrung christlich umgedeutet werden.
Allerdings finden wir zunächst keine Spuren der Resonanz auf den verordneten Ruhetag. In Klöstern wurde anfangs sogar vor dem verordneten Müßiggang gewarnt!





