Auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz ein Jahr zuvor in Kopenhagen hatte die Sozialistin Clara Zetkin gefordert, jährlich einen Frauentag zu organisieren – als Aktionstag zur Durchsetzung des Frauenwahlrechts. Dem Aufruf folgten in Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und der Schweiz große Veranstaltungen. Auch das Datum war bewusst gewählt. Der 19. März sollte den revolutionären Ton hörbar machen – als Echo auf den 18. März, den Gedenktag an die Gefallenen der Märzrevolution 1848. Später wanderte der Frauentag endgültig auf den 8. März. Das Datum wechselte – die Forderung blieb bestehen: Ohne Frauenrechte blieb Demokratie unvollständig.





