Am 26 tag des Merzen, haben die pauren den ersten angrüff thon und seint aingefallen zue Schömerberg inß schloß und da alle die ofen venster, thüren, laden, trög zerschlagen und waß von eyßen ist gewesen, alles abbrechen und keinen nagel an der wand laßen bleiben.“ Weiter heißt es in der Chronik des Schemmerberger Dorfpflegers Amandus Schäffer über die Ereignisse am 26. März 1525, die Angreifer hätten „alles ußtragen und geblündert“ und „zuem letstern“, als Höhepunkt, „das schloß anzünt.“
Schloss Schemmerberg bei Biberach gehörte zur Herrschaft Salem. Das Kloster, reich und mächtig, besaß Stimmrecht auf den Reichstagen. Später sollte der Augenzeuge Schäffer Abt in Salem werden. Die Angreifer waren Bauern aus dem unterhalb des Schemmerbergs gelegenen Baltringen. Sie hatten sich gegen ihre feudalen Herren, denen sie immer mehr Dienste und Abgaben leisten mussten, aufgelehnt und zusammengerottet – einen bewaffneten „Haufen“ gebildet, so hieß die kleinste Einheit bei den Landsknechten.





