Sowohl mit dem Mythos als auch mit der Realität Alexanders setzt sich die Ausstellung intensiv auseinander. Ein Schwerpunkt liegt auf seinen Eroberungszügen und Reisen zwischen 334 und 323 v. Chr. Hierbei wird deutlich, wie groß der griechische Einfluss auf die Kulturen des Orients war. Der durch Alexander vorangetriebene Hellenismus prägte die antike Welt vom Balkan über Ägypten, Syrien und Persien, bis an den Hindukusch und den Indus. Anhand interaktiver Karten können die Besucher der Ausstellung nachvollziehen, wie Alexander von Makedonien aus sein antikes Weltreich eroberte.
Das Museum zeigt zahlreiche Kunstwerke aus Alexanders Weltreich aus der Zeit zwischen dessen Eroberungen und dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. So dokumentiert die Ausstellung nicht nur das direkte Wirken des Makedonenkönigs, sondern unterstreicht auch den bleibenden Eindruck, den er auf die von ihm unterworfenen Völker und Kulturen hinterlassen hat.
Wie ausdauernd sich der hellenistische Einfluss gehalten hat, verdeutlicht die Ausstellung mit einem Blick auf das Erbe Alexanders. Reliefs aus Palmyra im heutigen Syrien, entstanden während des 4. Jahrhunderts, oder noch bis ins 9. Jahrhundert in griechischer Sprache verfasste Papyri zeugen davon, wie überaus prägend sich der Einfluss Alexanders erwiesen hat. Ein weiterer Beleg hierfür sind Darstellungen „Iskanders“ – so der arabisch-persische Name des Makedonen – in persischen Schriften und Miniaturen aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
Noch bis in die Gegenwart ist Alexander der Große präsent. Erst vor einigen Jahren lieferte sein Leben den Stoff für ein großes Hollywood-Leinwandepos des US-Regisseurs Oliver Stone. Passenderweise trägt die Ausstellung in Amsterdam den Titel „The Immortal Alexander the Great“. Denn der Mythos Alexanders ist bis heute lebendig geblieben und die Faszination, die seine Person erzeugt, ungebrochen.





