Diese Geschichte ist bekannt und gut erforscht. Der Autor setzt aber neue Akzente, denn er interessiert sich weniger für das politische und militärische Geschehen „von oben“ als vielmehr für die Wahrnehmungen der Zeitgenossen „von unten“. Anhand etlicher Tagebücher und Briefe von Soldaten und Zivilisten aller Altersstufen erstellt Scheck ein gut lesbares Panorama, das die Hoffnungen und Träume, die Ängste und das Leid der Beteiligten anschaulich macht. Wohl noch nie wurde der Westfeldzug aus so vielen internationalen und sozialen Perspektiven dargestellt. So wird eine Kriegsphase, die zuletzt eher im Schatten der Ostfront stand, neu beleuchtet.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Raffael Scheck
Frühling 1940
Wie die Menschen in Europa den Westfeldzug erlebten
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2024, 445 Seiten, € 28,–





