Es geht um ein Palästina, das es heute nicht mehr gibt: das Land der Beduinen und Fellachen vor dem Ersten Weltkrieg. Die Sehnsucht nach dem Heiligen Land zog zwischen 1903 und 1914 jedes Jahr eine handverlesene Gruppe deutscher Theologen nach Jerusalem. Der Orientologe Gustaf Dalman, 1855 im ostsächsischen Niesky geboren, setzte sich an die Spitze dieser Expeditionen und dokumentierte in zahlreichen Publikationen seine Beobachtungen zur Geschichte Jerusalems aber auch zu den Lebensumständen der einfachen Bauern und Beduinen des Umlands. Ab 1917 baute er an der Universität Greifswald ein Palästina-Institut auf (das heutige Gustaf-Dalman-Institut).
Die durch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, den Reiseveranstalter „Biblische Reisen“ und die Sparkassenstiftung Vorpommern geförderte Schau ist als Wanderausstellung konzipiert und wird nach dem Start am 9. Januar 2015 bis zum 22. Februar im Greifswalder Dom zu sehen sein. Danach sind weitere Stationen in der Bundesrepublik geplant. Noch können die Tafeln für weitere Aufenthalte angefragt werden.





