Sowohl in Darmstadt als auch in Kassel entstanden unabhängig voneinander umfangreiche Gemäldesammlungen, die auf eine sehr unterschiedliche Entstehungsgeschichte zurückblicken. Während der Kasseler Bestand vor allem auf die höfische Sammellust der Landgrafen im 18. Jahrhundert zurückzuführen und mit dem Namen Wilhelms VIII. in Verbindung zu bringen ist, wuchs die Darmstädter Gemäldesammlung erst im Laufe des frühen 19. Jahrhunderts, als Bestandteil eines durch Großherzog Ludewig I. gegründeten Universalmuseums. Beide Häuser beherbergen heute einen reichen Bestand an Barockmalerei, der in der Ausstellung „Dialoge“ in einen Zusammenhang gestellt wird.
Künstlernamen wie Breugel, Domenichino, Flegel, Rembrandt und Rubens versprechen in der Ausstellung hochkarätige Dialoge zwischen den Werken, die den Besucher einladen, sich auf die Schule des vergleichenden Sehens zu begeben. Ermöglicht wird diese einmalige Gelegenheit durch die sanierungsbedingte Schließung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt bis 2012.





