Der bayerische Kanzler Leonhard von Eck hielt mit seinem Unmut nicht hinterm Berg. In seinen Briefen an Herzog Wilhelm nach München prangerte er in den ersten Monaten des Jahres 1525 die Kleinmütigkeit und Furchtsamkeit der Herren an: Wären sie den Bauern von Anfang an entschiedener entgegengetreten, dann wäre der Aufruhr im Keim erstickt worden. Mit zehn Pferden hätte man die Anführer der Unruhen unschädlich machen können, so Eck.
Der Kanzler verachtete die gemeinen Bauern, und er war der Meinungsführer der katholischen Hardliner im Reich. Von daher hatte er einen sehr einseitigen Blick auf die turbulenten Geschehnisse.





