Die Geschichte des Bergbaus ist eine Geschichte von Innovation, von Macht und Reichtum, aber auch von harter Arbeit, Entbehrung und Armut. Für die Menschen, die im Bergbaugebiet lebten, war und ist er mehr als nur ein Wirtschaftszweig. Vielmehr durchdringt der Bergbau die verschiedensten Bereiche des menschlichen Lebens, beeinflusst Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Technik, dient der kulturellen Inspiration und sozialen Identifikation.
Auch Schlesiens Geschichte ist seit Jahrhunderten eng mit dem Bergbau verbunden. Die Kohlebergbaustätten sind zehnmal so groß wie die des Ruhrgebiets. Seit dem 18. Jahrhundert arbeiteten innovative, zielstrebige und ehrgeizige Köpfe daran, das schwierige Gebiet nutzbar zu machen. Montanunternehmer wie Karl Godulla gelangten durch den Bergbau an Vermögen, der Ingenieur Rudolf von Carnall wirkte wesentlich an der Modernisierung des Bergbaus mit und auch der königliche Bergbeamte Friedrich Wilhelm von Reden erlangte durch den Bergbau Ruhm und Reichtum. Doch der Bergbau erzählt auch andere Geschichten von Menschen, deren Namen heute keiner mehr kennt. Sie verdienten unter schwersten Bedingungen Lohn und Brot und litten unter den freigesetzten Schadstoffen.
Die Ausstellung erzählt sowohl Erfolgsgeschichten als auch Probleme des Bergbaus. Objekte, Dokumente und Fotografien offenbaren die technischen Grundlagen, bedeutende Bergbaupioniere werden in Szene gesetzt und die wichtigsten Hütten und Gruben erläutert. Doch auch das Leben eines einfachen Bergmannes wird in der Ausstellung rekonstruiert. Eine Darstellung sämtlicher Abläufe unter- und obertage, charakteristische Werkzeuge und Kleidungsstücke verdeutlichen auch jüngeren Besuchern die schwere Arbeit eines Bergmannes.





