Um die Karriere Salazars zu verstehen, bedarf es eines Rückblicks auf die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts in Portugal. Vor dem Sturz der Monarchie 1910 (bis zuletzt hatte seit 1640 das Haus Bragança den König gestellt) war die portugiesische Regierungsform die einer konstitutionellen Monarchie, de facto aber eine Art oligarchischer Parlamentarismus. Das Land wurde von einer Schicht reicher Bürger – in Verbindung mit den Banken, dem Großhandel und dem landbesitzenden Adel – regiert. Kirche und Militärs waren in dieses Machtkartell integriert. Nach der Ausrufung der Republik wurde die alte Oligarchie durch eine radikale Mittelschicht-Elite ersetzt. Das republikanische Programm umfasste allgemeines Stimmrecht, Antiklerikalismus und Nationalismus, Bekämpfung der (traditionellen) Abhängigkeit von England und Verteidigung des kolonialen Erbes. …
Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 01/2018.





