In sechs Hauptkapiteln folgt er den jeweils herrschenden Babenbergern – die meistens Leopold hießen – durch die 270 Jahre ihrer Herrschaft. Die im Laufe der Zeit von Markgrafen zu Herzögen avancierenden Herrscherpersönlichkeiten selbst bleiben dabei allerdings mangels Quellen recht blass. Dafür erläutert Buchmann die Kontexte von Kriegen, Krisen und Konflikten, beleuchtet Lebensformen, kulturelle und ökonomische Entwicklungen sowie den Wandel des Territoriums von einigen dünn besiedelten Haufendörfern bis hin zu Städten.
Als der letzte Stammhalter der Babenberger, Friedrich II., im Alter von 36 Jahren verstarb, endete auch die Dynastie. Übrig blieb ein Territorium, das sich als Keimzelle des späteren Österreich verstehen lässt. Wer eine solide und locker geschriebene Einführung in die Geschichte der Babenberger sucht, der kann sich von dem Buch in eine fremd gewordene Welt führen lassen.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Bertrand Michael Buchmann
Die Babenberger
Österreich im Hochmittelalter
Böhlau Verlag, Wien 2024, 246 Seiten, € 32,–





