Ägyptische Texte aus der Bronzezeit sprechen von einem Volk halbnomadischer Stämme im Süden des heutigen Jordanien, das in Zelten lebte und Schafe züchtete. Die Ägypter nannten diese Stämme Shasu. Und obwohl die Archäologie bislang keine Hinweise auf eine Besiedlung dieser Region in der Bronzezeit liefert, kann man vermuten, dass das Leben der Stämme über Jahrhunderte weitgehend konstant bleiben konnte – denn auch über ein Jahrtausend später, zu Zeiten Alexanders des Großen (356 –323 v. Chr.), führten die dortigen Stämme ein halbnomadisches Leben.
Ein Siedlungsplatz, der in der Eisenzeit nachweisbar ist, wurde später im Griechischen „Petra“ (deutsch: Felsen) genannt. Auf dem zentralen, namensgebenden Felsen errichtete eine Großfamilie Häuser, betrieb Viehzucht, baute Gemüse und Oliven an und handelte möglicherweise mit handwerklichen Erzeugnissen. Ohne direkten Zugang zu Frischwasser waren diese frühen Bewohner Petras auf Regenwasser angewiesen, das sie in Zisternen sammelten. Höhensiedlungen dieser Art waren in der Region keine Seltenheit.





