Die Zeitschrift entwickelte sich zum Sprachrohr der erstarkenden Frauenbewegung und zielte darauf ab, bürgerliche Frauen für dieses Anliegen zu gewinnen. Eine wichtige Rolle dabei spielten belletristische Texte rund um die Themen Ehe und Kinder, Bildung und Berufstätigkeit. Auf unterhaltsame Weise brachte Lange so den Leserinnen ihre Agenda nahe: Vertrauen auf das eigene Können und die Relevanz von Bildung. Arbeiteten in den Anfangsjahren auch Männer in der Redaktion, setzte die Herausgeberin nach und nach nur auf weibliche Autoren. Viele der Artikel waren Auftragsarbeiten von zeitgenössischen Mitstreiterinnen, die Helene Lange persönlich kannte. Auch so namhafte Schriftstellerinnen wie Lou Andreas-Salomé, Ricarda Huch oder Marie von Ebner-Eschenbach konnte das Blatt schon in der Frühphase für sich gewinnen. 1921 wurde „Die Frau“ zum offiziellen Organ des Bundes deutscher Frauenvereine. In reduzierter Form existierte die Zeitschrift bis 1944.





