Der historische Überblick reicht vom ersten Faustkeil bis zum Swissair-Grounding 2001. Erfreulich ist die Bandbreite der Fragestellungen, die auch Alltag, Konsum und Lebensformen, Selbstdeutungen und Wahrnehmungsmuster berücksichtigen. Man erfährt etwa, wie im 18. Jahrhundert mit Hilfe des Bildes vom naturverbundenen und freiheitsliebenden Alpenbewohner der schweizerische „Nationalcharakter“ konstruiert wurde.
Neue Perspektiven auf die einzelnen Epochen und der neuste Stand der Forschung werden klar herausgearbeitet. Die Kurzkapitel zu Umwelt- und Klimageschichte, Familie und Verwandtschaft, Fremden in der Schweiz oder zur direkten Demokratie ergänzen den chronologischen Durchlauf glücklich.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





