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Ausstellungen

Die großen Maler der Grand Tour

Für die jungen Aristokraten, die sich im 18. Jahrhundert auf eine Kavalierstour quer durch Europa begaben, waren gemalte Stadtansichten beliebte Souvenirs. Sie dienten nicht nur als Erinnerung an die Reise, sondern waren zugleich ein Zeichen von Bildung und Weltgewandtheit. Werke zweier der bedeutendsten Vertreter der Vedutenmalerei – des Venezianers Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto (1697–1768), und seines Neffen und Schülers Bernardo Bellotto (1721–1780) – zeigt das Kunsthistorische Museum in Wien noch bis zum 6. September 2026 in der Ausstellung „Canaletto & Bellotto“.
Autor
Redaktion
17. Juli 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Ausstellungen

Die Gemälde Canalettos erzielten in den 1730er Jahren in Venedig Höchstpreise. Doch nach dem Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs im Jahr 1740 blieben die wohlhabenden Touristen zunächst aus. Die Nachfrage nach Bildern brach ein. Onkel und Neffe suchten ihr Glück daraufhin selbst in der Ferne – und feierten in Dresden, Wien und England mit lokalen Motiven neue Erfolge. Die Ausstellung folgt den Malern auf ihrer Reise quer durch Europa und zeigt stimmungsvolle, bisweilen beinahe fotorealistisch anmutende und doch sorgfältig komponierte Ansichten nicht nur Venedigs, sondern auch Londons, Dresdens und Wiens. Die Gemälde beider Künstler waren dabei ihrer Darstellungsweise zum Trotz keine Abbildungen der Realität, sondern das Ergebnis künstlerischer Entscheidungen, bei denen stets auch die Erwartungen der jeweiligen Auftraggeber eine Rolle spielten.

www.khm.at

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