Die Gemälde Canalettos erzielten in den 1730er Jahren in Venedig Höchstpreise. Doch nach dem Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs im Jahr 1740 blieben die wohlhabenden Touristen zunächst aus. Die Nachfrage nach Bildern brach ein. Onkel und Neffe suchten ihr Glück daraufhin selbst in der Ferne – und feierten in Dresden, Wien und England mit lokalen Motiven neue Erfolge. Die Ausstellung folgt den Malern auf ihrer Reise quer durch Europa und zeigt stimmungsvolle, bisweilen beinahe fotorealistisch anmutende und doch sorgfältig komponierte Ansichten nicht nur Venedigs, sondern auch Londons, Dresdens und Wiens. Die Gemälde beider Künstler waren dabei ihrer Darstellungsweise zum Trotz keine Abbildungen der Realität, sondern das Ergebnis künstlerischer Entscheidungen, bei denen stets auch die Erwartungen der jeweiligen Auftraggeber eine Rolle spielten.




