Zigtausende Funde aus der Zeit zwischen 500 v. Chr. bis zu den Eroberungszügen Caesars im Rheinland in den Jahren 58-51 v. Chr. zeugen von der weitreichenden Kultur der Kelten am Rhein. Das Fürstengrab von Waldalgesheim, aber auch die Gräber von Weiskirchen und Wallerfangen (beide im heutigen Saarland), liefern dabei die bedeutendsten keltischen Kunstschätze. Es handelt sich meist um bronzene Trinkgefäße, verzierten Goldschmuck oder um steinerne, mit Gesichtern ausgeschmückte Monumente, die im Umfeld der Gräber an die hier ruhenden Persönlichkeiten erinnern sollten. Durch europaweiten Handel mit eigenen Erzeugnissen konnten es die Kelten zu großem Reichtum bringen, der in der Dauerausstellung vorgeführt wird.
Dazu wird das Geheimnis der hochentwickelten keltischen Eisengewinnung und –verarbeitung gelüftet und beispielhaft veranschaulicht. Auch Holzgeräte wie das älteste Wagenrad des Rheinlandes, ein Spielzeugschwert sowie Wäscheklammern erlauben Einblicke in das Alltagleben der Kelten vor weit über 2000 Jahren.
Doch die ersten Funde von keltischen und römischen Waffen aus der Zeit der Eroberungskriege Caesars kündigen bereits den drohenden Untergang der Volksgruppe an. Zwar konnte der keltische Stamm der Eburonen unter Ambiorix vorerst noch erfolgreich gegen die römischen Eroberungszüge ankämpfen, aber am Ende mussten sich die Kelten, wie viele andere europäische Völker, der Militärmaschinerie Roms geschlagen geben.
Dennoch lebte die keltische Kultur an Rhein und Mosel weiter, da die römischen Eroberer vom Volk der Kelten fasziniert schienen und deshalb viele Elemente des täglichen Lebens, der Religion und der Kunst in die römische Kultur einflossen.





