Die renovierten Räume bilden einen ungewöhnlichen Rahmen für die herausragenden Krippen des Vereins, die durch zwei große Krippen des Historischen Museums (aus Plößberg in der Oberpfalz und aus dem Erzgebirge) ergänzt werden. Gezeigt werden insgesamt etwa 50 Krippen aus Bamberg sowie unter anderem aus Herzogenaurach, Nürnberg, Jena und Feldkirchen (Österreich). Die Vielfalt der gezeigten Krippen macht die Weihnachtsgeschichte erlebbar. Darüber hinaus erfahren die Besucher viel über die Geschichte und verschiedene Stilrichtungen der Weihnachtskrippe.
In den Boxen des historischen Pferdestalls werden Bühnenkrippen gezeigt, die ähnlich einem Theater einzelne Momente des Geschehens der heiligen Nacht in einer umschlossenen Szenerie zeigen. Sie sind auf Tiefenwirkung angelegt und werden durch Beleuchtungseffekte in eine besondere Stimmung versetzt. Jede Krippe offenbart einen anderen Blick auf die Weihnachtsgeschichte und so sind die Besucher eingeladen, von Szene zu Szene zu gehen und die Geschichte der Heiligen Nacht mit all ihren vielfältigen Aspekten zu entdecken.
Neben dem Historischen Pferdestall, in dem der größte Teil der Krippen untergebracht ist, umfasst die Ausstellung zwei weitere Räume. In der alten Küche der Hofhaltung, werden einzelne Kastenkrippen und Klosterarbeiten vorgestellt. Der dritte Raum bildet das „Gästezimmer“ der Ausstellung. In ihm stellen Krippenbauer aus Deutschland und Europa aus. Hier werden auch moderne Krippen aus besonderen Materialien präsentiert, wie beispielsweise eine Krippe aus Metall oder eine Jenaer Krippe aus Schwemmholz, die den Traum der Heiligen Drei Könige zeigt. Den Höhepunkt der Ausstellung bilden die Krippenfiguren der barocken Krippe von St. Martin in Bamberg in altem neuem Gewand. Nach einer Reinigung wurden sie in rekonstruierte, reich verzierte Gewänder aus Seide, Damast, Perlen und Spitze gekleidet und können nun wieder dem Publikum gezeigt werden.
Ziel der Ausstellung und der Arbeit des Krippenbauvereins ist es, die biblischen Texte in Bilder zu gießen, sie anschaulich zu machen und in ihrer theologischen Tiefe zu vermitteln. Daher werden auch die Propheten des Alten Testaments und ihre Prophezeiungen in die entsprechenden Stellen der Szenerien miteingebunden.
Neben den orientalischen Krippen, deren Szenerie sich möglichst nah an das Palästina vor 2000 Jahren anlehnt, werden auch klassische Heimatkrippen gezeigt, die die Geburt Christi in die Alltagswelt der Betrachter verlegt. Sie offenbaren zahlreiche Details aus dem Leben der Menschen einer Region und laden zur ausführlichen Betrachtung ein. Eine Besonderheit sind die etwas selteneren Passionskrippen, die über die Weihnachtszeit hinaus bestehen bleiben und alle wichtigen Stationen des neuen Testaments einschließlich des Leidenswegs und die Kreuzigung Christi zeigen.





