Am 19. August 14 n. Chr. starb in dem kampanischen Landstädtchen Nola nach einem langen, erfüllten Leben der Kaiser Augustus. Sein Tod trat weder plötzlich noch unerwartet ein. Der Herrscher hatte schon länger gekränkelt. Die Nachfolge ging reibungslos über die Bühne. Schon wenig später legten die Konsuln und andere hohe Staatsdiener den Amtseid auf Tiberius ab.
Die Nachricht vom Tod des Kaisers musste die 250 Kilometer von Nola nach Rom überwinden. Ein Reisender zu Fuß oder mit einem Esel war für die Strecke eine Woche unterwegs, wenn er 30 Kilometer am Tag zurücklegte. Natürlich ging es bedeutend schneller, wenn man das Schiff nahm. Dann war es in drei Tagen zu schaffen. Das war aber immer noch zu langsam, wenn Nachrichten so grundstürzende Bedeutung hatten wie die vom Tod des Augustus. Entfernung wird zum Problem, wenn Zeit knapp ist. Wie wir noch sehen werden, gab es zu dieser Zeit tatsächlich bereits eine Möglichkeit, solche Neuigkeiten sehr schnell zu übermitteln.





