Wieder sind es Schreiben an den Papst mit der Bitte um Absolution oder Dispens, die Esch als Quelle dienen. Verbunden mit der Bitte sind mehr oder weniger ausführliche Schilderungen von Einzelschicksalen. Geordnet ist das umfängliche Material nach Themen: Konflikte mit der Obrigkeit, Klosterleben oder Universität, Hexenglauben, Pilgerfahrten oder Krieg. So bekennen Geistliche, sie hätten sich, von Begierde getrieben, eines Liebeszaubers bedient, ein Spanier schildert verzweifelt, wie seine Mutter aus Kummer um ihren gestorbenen Mann Selbstmord beging, und manche Kriegsteilnehmer ersuchen gar schon im Voraus um Absolution wegen „Raub, Brand und Mord an Laien“.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





