In der Öffentlichkeit folgte eine hitzige Debatte über das Streikrecht von Lehrern. Eine Hamburger Wochen‧zeitung schrieb von der „Lehrer-Latz‧hosengenera‧tion“, die ihre Forderungen auf dem Rücken der Eltern austrage. Die Kultusministerien und etliche Verwaltungsgerichte sahen den angekündigten Arbeitskampf als rechtswidrigen Verstoß gegen das Beamtenrecht. Der niedersächsische Kultusminister Werner Remmers drohte gar mit Suspendierung der streikenden Lehrer. Gänzlich unbeeindruckt folgten indes 15 000 Lehrer in Hessen, Niedersachsen und Hamburg dem Aufruf ihrer Gewerkschaft. Sie legten am 13. November 1979 für zwei Stunden die Arbeit nieder. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik streikten Staatsbedienstete. Gewiss, die Pädagogen vermieden es tunlichst, von einem „Streik“ zu sprechen: Sie schickten ihre Schüler um elf Uhr einfach nach Hause.





