Die Regierung unter Ministerpräsident Lothar de Maizière (ostdeutsche CDU) begann nach 40 Jahren SED-Herrschaft und einem weitgehenden Wirtschaftszusammenbruch der DDR damit, wichtige innenpolitische Reformen einzuleiten und die ostdeutsche Politik und Gesellschaft Westdeutschland anzunähern. Das Ziel war die deutsche Wiedervereinigung. Diese folgte nur wenige Monate später: Am 12. September 1990 wurde der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterschrieben, mit dem West- und Ostdeutschland wieder ein gemeinsamer Staat wurden und der NATO beitraten.
Die Webseite, die durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegeben wird, dokumentiert unter anderem die Problematiken, mit denen die neue Regierung zu kämpfen hatte – denn völlig glatt war der neue Kurs innenpolitisch nicht zu bewältigen. Viele Originaldokumente, darunter etwa 200 Fotos und 50 Videos sowie Briefe, geben tiefe Einblicke in diese bewegte Zeit. Einige der beteiligten Politiker bilanzieren in einem Fazit die damalige intensive Regierungsarbeit. Eine Chronik von Januar 1989 bis Dezember 1990 bietet Zugang zu weiteren Hintergrundinformationen, so dass man sich die Zeit der Wiedervereinigung umfassend erschließen kann. Diese Webseite ist somit eine einzigartig Quellensammlung nicht nur für Forscher, Lehrer und Studenten, sondern für jeden, der sich für das Thema interessiert.





