Darauf nimmt auch der Titel des sehr ansprechend geschriebenen und reichbebilderten Buchs von Uwe Oster Bezug. Bei der Lektüre wird schon bald klar: Wie heute, so konnten auch die damaligen Finanzgeschäfte äußerst riskant sein; sie konnten die Bankiers zu immensem Reichtum führen oder aber sie ruinieren. So erlebte auch der „Banco di Medici“ und damit die Familie der Medici einen unaufhaltsamen Niedergang, bis die einst so einflussreiche Familie 1494 aus Florenz vertrieben wurde.
Oster legt einleitend manch Wissenwertes zur Geschichte des Bankwesens und des Zahlungsverkehrs seit der Antike dar und beschreibt, wie das Zinsverbot der christlichen Kirche umgangen werden konnte. In weiteren Kapiteln schildert er den Aufstieg der Familie und ihrer Bank sowie die Chancen, aber auch die Abhängigkeiten, die sich durch ihre wichtigen Kunden wie Papst Johannes XXIII. ergaben. Auch die Strukturen des „Medici-Konzerns“ werden sachkundig vorgestellt. Das Buch erscheint Mitte März.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





