Das interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt verwendet nach Angaben Kuchers einen weiten Kulturbegriff und behandelt somit ein breites Themenspektrum. Ausgehend von „klassischen” Kulturthemen wie Musik, Kunst, Theater und Film werden auch gesamtgesellschaftliche Fragen behandelt: Debattenkultur, Diskussionsformen, USA- und Russlandbilder finden ebenso ihre Berücksichtigung wie Diskussion über Geschlechterrollen sowie Fragen der Urbanität, Technik und Freizeit.
Am Ende des Projekts soll ein grundlegendes Quellenwerk stehen, das die facettenreiche kulturelle Landschaft der Zwischenkriegszeit Österreichs in ihrer Gesamtheit rekonstruiert. Neben diesem Mammutwerk, das den Titel „Texte und Manifeste zur Kultur und Literatur der österreichischen Zwischenkriegszeit” tragen wird, arbeiten die Wissenschaftler auch an einer frei einsehbaren Online-Plattform. Darauf sind neben den Quellentexten auch erklärende Aufsätze zu finden, die auf wissenschaftlichen Tagungen entstanden sind. Die Plattform ist bereits online (http://elearning-old.aau.at/germanistik/), befindet sich aber noch im Aufbau, so dass zu einigen Themen noch die Texte fehlen.
Weitere Erkenntnisse, die sich während des Projektes ergeben, werden in einer separaten Schriftenreihe veröffentlicht, der erste Band „Verdrängte Moderne – vergessene Avantgarde” (herausgegeben von Primus-Heinz Kucher) ist jetzt erschienen.





