Wissenschaftlicher Reiseleiter auf dieser Fahrt ist Dr. Christian Konrad Piller. Er bereist die Islamische Republik Iran regelmäßig seit 1999 und war von 2008 bis 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ludwig-Maximilians-Universität München Grabungsleiter des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten iranisch-deutschen Ausgrabungsprojektes Gohar Tepe in der Provinz Masandaran am Kaspischen Meer. Für die Redaktion begleitet Chefredakteur Stefan Bergmann diese Reise zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und historisch-archäologischen Höhepunkten des Landes.
Die Reise beginnt in Schiras, der Stadt der Dichter, Rosen und Nachtigallen. Genießen Sie die entspannte Atmosphäre in der farbenprächtigen Nasir-al-Molk-Moschee und im Narendschestan-Garten, lauschen sie persischer Lyrik, vorgetragen an den Gartengräbern der Dichter Saadi und Hafis, und werfen sie einen Blick in den lebhaften Wakil-Basar inmitten der Altstadt. Den Tag beschließt ein Vortrag des Schiraser Universitätsprofessors Dr. Kashef über islamische Kunst und Architektur.
Persepolis: altpersische Residenz
Am nächsten Tag ziehen wir um. Nicht weit von Schiras befindet sich Persepolis, einst prächtige Residenz der altpersischen Großkönige. Wir übernachten in einem Hotel direkt zu Füßen der Palastterrasse mit ihren erstaunlich gut erhaltenen Säulenhallen und Steinreliefs. Nur wenige Kilometer entfernt besuchen wir in Naksch-e Rostam die Felsgräber von Dareios und Xerxes. In der vorgelagerten Ebene wurde unlängst durch eine iranisch-italienische Expedition eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahre gemacht: Unter dem unscheinbaren Ruinenhügel von Tol-e Ajori verbirgt sich eine beinahe exakte Kopie des Ischtar-Tores von Babylon.
Auf unserem Weg in das zentraliranische Hochland erwarten uns tags darauf auf einer Meereshöhe von 1900 Metern die Ruinen von Pasargadae, der ersten Hauptstadt des achämenidischen Weltreiches, wo wir dem Grab des Reichsgründers Kyros unsere Reverenz erweisen. Die weitere Fahrt führt über das Löwengebirge an den Rand der zentraliranischen Wüste nach Yasd, dem Zentrum der Zarathustrier. Wir besichtigen die ehemaligen Begräbnisstätten auf den Türmen des Schweigens sowie den Feuertempel und erfahren im Gespräch mit einem Mitglied der zoroastrischen Gemeinde mehr über diese alte persische Religion. Im Zentrum der lebendigen Altstadt befindet sich die Freitagsmoschee mit ihren bunten Fliesenmosaiken.
Kaiserlicher Basar in Isfahan
Über die Kleinstadt Nain mit ihrer alten Freitagsmoschee im arabischen Stil geht es nach Isfahan, wo wir die Besichtigungen mit einem Spaziergang über den Meydan, einen der größten Plätze der Welt, und dem Besuch der umliegenden Prachtbauten aus dem 17. Jahrhundert beginnen. Auch den folgenden Tag widmen wir ganz Isfahan. Im Palast der 40 Säulen begegnen wir historischen Wandmalereien, die man so im islamischen Persien wohl nicht erwarten würde. Die Vank-Kathedrale und das armenische Museum legen ein beredtes Zeugnis vom Leben der christlichen Minderheit im Iran ab. Am Nachmittag bleibt ausreichend Zeit, um individuell in den Geschäften unter den Arkaden des Meydan oder im benachbarten Kaiserlichen Basar auf Entdeckungstour zu gehen. Ein abendlicher Spaziergang über die alten Steinbrücken beschließt den Tag. Unser weiterer Weg führt entlang der zentraliranischen Salzwüste nach Kaschan, wo wir das Tabatabaei-Haus, eine alte Kaufmannsresidenz aus dem 19. Jahrhundert, den Grabungshügel Tepe Sialk und den berühmten Fin-Garten, einen klassisch persischen Paradiesgarten, besuchen.





