Über 100 Jahre später bereiste Wilhelm Dieudonné Stieler das Land am Nil. Seine Sammlung von „Aegyptiaca“ bildet noch bis zum 15. August 2010 den Kern der Ausstellung „Die Pyramide von Innen. Die Entdeckung des Alten Ägypten im 19. Jahrhundert“ im Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts Baden-Baden.
Exemplarisch wird an der Biographie des jungen Luftfahrtpioniers die Faszination Europas für Ägypten nachgezeichnet. Die Ausstellung bietet mit zwei sehr gut erhaltenen Mumien und zahlreichen Skulpturen der altägyptischen Kultur Einblicke in die Zeit zwischen ca. 3500 v. Chr. bis in das frühe Christentum. Neben Grabbeigaben und Schriftplatten zeugen Schmuckstücke und Amulette von den kunsthandwerklichen Fertigkeiten der Ägypter. Neben den beiden Mumien veranschaulichen auch Sarkophage und Leichentücher die Konservierungstechniken und deren religiöse Hintergründe – und führen dem Besucher auch vor Augen, wie die sagenumwobenen Mumien bis in die 1920er Jahre in Europa Verwertung fanden: Als in Apotheken verkauftes Heilmittel „Mumia“.





