In seiner Novelle „Später Ruhm“, die erst 2014 aus dem Nachlass herausgegeben wurde, zeichnet Arthur Schnitzler (1862 –1931) das süffisante Porträt einer Wiener Kaffeehausrunde. Im Zentrum der Handlung steht ein betagter Dichter, dessen Werk von dem illustren Zirkel wiederentdeckt wird und welches auf diese Weise späten Ruhm erlangt.
Die Erzählung erweckt nicht nur den Eindruck, Schnitzler habe sich bei der Figurenzeichnung von so manchen Charakterzügen und physiognomischen Eigenheiten seiner Literatenfreunde und Geliebten inspirieren lassen, darunter etwa Hugo von Hofmannsthal (1874 –1929), Peter Altenberg (1859 –1919) oder Adele Sandrock (1863 –1937).





