Germanicus war es, der nach Augustus‘ Tod die gegen Tiberius rebellierende römischen Truppen am Rhein beruhigte und somit die Rheingrenze, die noch unter der verlorenen Varusschlacht (9 n. Chr.) litt, militärisch sicherte. Von dieser Unruhephase zeugen viele Funde aus den frühen Legionsstandorten Köln, Bonn, Mainz, Neuss, Nimwegen und Xanten. Durch diverse Exponate kann so das römische Militärleben im Rheinland nachgestellt werden, wobei besonders auf beeindruckende Waffen- und Geräterepertoire zurückgegriffen werden kann.
Der hohe Lebensstandard der ansässigen Menschen aus der Frühzeit der augusteischen Städtegründungen am Rhein wird durch weitere Funde widergespiegelt. Darunter waren die bis dahin im Rheinland unbekannte Errungenschaften wie Städte- und Straßenbau, Frisch- und Abwasserleitungen, Steinarchitektur sowie hochentwickelte Verwaltungsstrukturen und Markthandel. Weiterhin wurden Ton-, Glas- und Silbergefäße aus dem Mittelmeerraum importiert und auch Delikatessen und Zuchttiere fanden ihren Weg über die Alpen zum Rhein. Alles zusammen wurde fester Bestandteil des römischen Lebens im Rheinland und zeugt von der dynamischen Entwicklung Kölns als regionales Machtzentrum an der Grenze des Imperiums.





