Heinrich V. – der letzte salische Kaiser – ist als Rebell und Tyrann zugleich in die Geschichtsschreibung eingegangen. Er stieß seinen Vater vom Thron, um die Macht über ein Reich von riesigem Ausmaß zu übernehmen, das von der Nordsee bis Süditalien reichte. Sein Wirken war gekennzeichnet von schweren Auseinandersetzungen zwischen Kaisern, Fürsten und dem Papst. Ein spektakuläres Forschungsprojekt findet in dieser Ausstellung seinen Abschluss: KUR(Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut). Als im August 1900 die Gräber der Kaiser und Könige im Dom zu Speyer geöffnet wurden, bargen die Ausgräber eine einzigartige Fülle wertvoller Grabbeigaben. Der hohe Rang der Bestatteten wurde nicht nur durch den Fund der kostbaren Grabkronen deutlich, er zeigte sich auch in den prächtigen Kleidern der Verstorbenen. Die Körper der Herrscher waren in feine Leinensstoffe und bestickte Seidengewänder aus fernen Ländern gehüllt. Aktuelle Forschungsergebnisse werden unter dem Titel „des Kaisers letzte Kleider“ im Rahmen dieser Sonderausstellung präsentiert. Eine einzigartige Ausstellung am originalen Schauplatz.
Daneben zeigt die Schau kostbare Leihgaben wie die in Cambridge verwahrte „Anonyme Kaiserchronik“ mit dem berühmten Bild, das Heinrich V. mit seiner Gemahlin Mathilde zeigt.
Die Ausstellung vereint Originale von Weltrang und bedeutende Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen.
DAMALS ist Kooperationspartner der Salier-Ausstellung in Speyer und hat sein Aprilheft der Herrscherdynastie gewidmet.





