Die Dimension des Verbrechens, das die Zwangsarbeit darstellte, wird leichter fassbar, wenn man einzelne Schicksale herauspickt. Da ist zum Beispiel der französische Zwangsarbeiter Robert Leroy, der 1944 bei einem Arbeitsunfall in den Alpen starb; oder der polnische Zwangsarbeiter Julian Majka, der 1941 hingerichtet wurde, weil er eine Liebesbeziehung zu einer Deutschen hatte; und Konstantin Grosnikow aus der Region Smolensk wurde mit nur 13 Jahren zum Arbeiten nach Thüringen verschleppt.
Ausgerechnet im Südflügel jenes bis 1945 nicht fertiggestellten Gebäude-ensembles in Weimar, das einst dem Gauleiter von Thüringen und zugleich „Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz“ (GBA), Fritz Sauckel, als prachtvoller Dienstsitz zugedacht war, wird heute über all das berichtet, was dieser Hauptverantwortliche für die Greuel der Zwangsarbeit und seine Zuarbeiter angerichtet haben. Die neue Dauerausstellung ist eine aktualisierte und erweiterte Version der 2010 erarbeiteten Wanderausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“. Träger des Museums ist die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.





