Zum Inhalt springen
DAMALS - Das Magazin für Geschichte
AnmeldenAbonnieren
  • Geschichte & Archäologie
  • Zeitpunkte
  • Ausstellungen
  • Rezensionen
  • Podcast
  • DAMALS Plus
DAMALS - Das Magazin für Geschichte
  • Geschichte & Archäologie
  • Zeitpunkte
  • Ausstellungen
  • Podcast
  • Rezensionen
DAMALS-Newsletter
Spannende Geschichten aus der Geschichte direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • DAMALS Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen

Kontakt zur Redaktion

DAMALSErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel: +49 (0)711 7594-447
E-Mail: damals@konradin.de
Folgen Sie uns
DAMALS als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 DAMALS
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Rezensionen/Artikel
RezensionRezensionen

Die Stadt Köln in der Weimarer Republik

Autor: DAMALS-Redaktion

Die Geschichte einer Stadt umfasst nicht nur die örtlichen Begebenheiten, sondern sie ist in der Regel auch der Spiegel der überregionalen Entwicklungen. In diesem Sinne beschreibt der in Düsseldorf lehrende Historiker Christoph Nonn anschaulich die Zeit der Weimarer Republik in Köln. Sein sehr gut lesbares, mit zahlre…

Die Stadt Köln in der Weimarer Republik
Die Geschichte einer Stadt umfasst nicht nur die örtlichen Begebenheiten, sondern sie ist in der Regel auch der Spiegel der überregionalen Entwicklungen. In diesem Sinne beschreibt der in Düsseldorf lehrende Historiker Christoph Nonn anschaulich die Zeit der Weimarer Republik in Köln. Sein sehr gut lesbares, mit zahlreichen Fotografien und zwei herausnehmbaren Stadtplänen ausgestattetes Buch ist Teil der renommierten, mehrbändigen Reihe zur Kölner Stadtgeschichte.
Autor
DAMALS-Redaktion
24. Dezember 2025
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Rezensionen

Nonn hat seine Darstellung in vier große Abschnitte mit jeweils mehreren Kapiteln gegliedert. Immer wieder beruft sich der Autor auf die Erinnerungen von Zeitzeugen, denen die Leserinnen und Leser über alle Kapitel hinweg begegnen, und aussagekräftige Statistiken. Er schildert zunächst die im Vergleich zum Kaiserreich „neuen Zeiten“: Köln teilte mit anderen deutschen Städten und Regionen die gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen der Zeit. Die Stadt bekam einen Verkehrsflughafen, eine durchgehende Elektrifizierung, ein großes Messegelände und eine neue Universität, an der deutlich mehr Frauen als zuvor studieren konnten.

Die zentrale politische Figur der Stadt war Konrad Adenauer, der von 1917 bis 1933 als Oberbürgermeister amtierte. Nonn zeigt, dass Adenauer keineswegs stets der alleinige Ideengeber für Neuerungen und Infrastrukturprojekte war. Gleichwohl wird seine prägende Wirkung über den gesamten Band hinweg deutlich. Seine Zentrumspartei war, wie in vielen katholischen Gegenden, bis einschließlich 1932 die stärkste Kraft im Stadtrat.

Die im folgenden Abschnitt beschriebenen „Nachkriegszeiten“ wurden durch die britische Besatzung bis ins Jahr 1926 maßgeblich geprägt. Das Rheinland war dadurch – anders als die nichtbesetzten Teile Deutschlands – einerseits besonders belastet, andererseits aber auch geschützt vor gewaltsamen politischen Aktionen der Republikfeinde, wie sie etwa in München stattfanden.

Wie weite Teile des Landes erlebte auch Köln in den Jahren von 1924 bis 1929 „bessere Zeiten“ (so heißt der dritte Abschnitt des Buches). Nonn beschreibt sie anhand des Kulturlebens und der Freizeitvergnügungen sowie einer politischen Konsolidierung im Rat, weist aber auch auf die Wohnungsnot hin.

In den „harten Zeiten“ der Weltwirtschaftskrise ab 1929 (so der letzte Abschnitt des Buches) erstarkten dann sowohl die KPD als auch die NSDAP. Die NSDAP erhielt aber erst bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 den ersten Platz. Sie lag jedoch in Köln selbst da nur knapp vor dem Zentrum und rund zwölf Prozentpunkte niedriger als im damaligen Reichsdurchschnitt. Dennoch setzte sie scheinlegal und gewaltsam ihren Willen durch. Adenauer und die anderen demokratischen Beigeordneten wurden aus dem Amt gedrängt.

Nonn ist der Ansicht, die Weimarer Republik sei letztlich wegen des Vertrauensverlusts der im Grunde unpolitischen Mehrheit gescheitert, die Politik nicht als ihre eigene Aufgabe, sondern vielmehr als eine „käufliche Ware“ angesehen habe, und benennt damit einen wesentlichen Faktor.

Rezension: Prof. Dr. Philipp Austermann

Christoph Nonn
Köln in der Weimarer Republik. 1918–1933
Greven Verlag, Köln 2024, 506 Seiten, € 60,–

KölnNonnRezensionStadt
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie DAMALS in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

DAMALS als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Rezensionen

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Rezensionen.

Alle Rezensionen-Artikel
Griechische Mythen
Rezensionen

Griechische Mythen

21. August 2026

Sarah Iles Johnston, Professorin für Klassische Philologie an der Ohio State University, möchte in ihrem schön gestalteten Buch moderne Leserinnen und Leser an…

Römische Geschichte mit Makeln
Rezensionen

Römische Geschichte mit Makeln

21. August 2026

Martin Verg möchte mit seinem Buch die faszinierende Geschichte Roms einem breiten Publikum nahebringen und gleichzeitig erklären, weshalb diese Geschichte uns…

Faschismus – ein Begriff auf dem Prüfstand
Rezensionen

Faschismus – ein Begriff auf dem Prüfstand

21. August 2026

Die „autoritäre Versuchung“ (Ralf Dahrendorf), in die westliche Gesellschaften geraten sind, und die Entwicklung diktatorischer Regime im Osten haben zu einem…

Der reichste Mann der Renaissance
Rezensionen

Der reichste Mann der Renaissance

21. August 2026

Die Historikerin Karin Schneider-Ferber bietet mit ihrer Biographie einen Einblick in die Welt der Superreichen an der Wende zur Neuzeit. Anders als heute…

← Zurück zu RezensionenZur Startseite