Die Initiative zur Aufstellung der Statue ging von dem Internationalen Förderverein „Katharina II.“ e.V. Zerbst aus. Der Verein strebte seit seiner Gründung 1992 die Einrichtung eines Denkmals für die Zarin an. Durch russische Unterstützung glückte dieses Vorhaben schließlich. Der Moskauer Geschäftsmann Viktor Baturin und der russische Historiker Edvard Radschinski wurden im Dezember 2008 auf den Verein aufmerksam und entschlossen sich mit einer Schenkung an die Stadt, die Errichtung des Denkmals zu ermöglichen. Gefertigt wurde die bronzene Statue von dem israelischen Bildhauer Frank Meisler, der auch das Denkmal zur Erinnerung an die Kindertransporte in der Berliner Friedrichstraße geschaffen hat.
Das intensive Verhältnis der Stadt zur russischen Regentin rührt nicht nur von ihrer Abstammung her. Sie blieb Zerbst auch im fernen Russland eng verbunden. So ließ Katharina beispielsweise den Zerbster Bürgern eine große Menge an Getreide zukommen, als die Stadt im Jahr 1772 unter einer schweren Hungersnot litt. Zudem wurden regelmäßig Vertreter der Stadt an den Petersburger Hof geladen.
Bereits seit 1995 unterhält der Zerbster Katharinaverein das einzige Museum in Deutschland zum Leben und Wirken Katharinas der Großen. Es beherbergt eine beachtliche Sammlung von Gemälden, Schmuck und Dokumenten der Zarin.





