Das Werkzeug zum Machterhalt der SED war das 1950 gegründete „Ministerium für Staatssicherheit“ (MfS), „Schild und Schwert der Partei“. Zu Beginn eine stalinistische Geheimpolizei, die mit rohem Terror gegen Regimegegner vorging, entwickelte die Stasi seit den 1970er Jahren subtilere Methoden. Um etwa nach dem Beitritt der DDR zur KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975 den Anschein von Gewaltanwendung und offener Repression zu vermeiden, setzten die SED-Machthaber verstärkt auf „Zersetzung“, das hieß präventive Ausspähung und Verfolgung Andersdenkender. Mit Hilfe moderner Kriminaltechnik und eines Heeres von Spitzeln (Inoffizielle Mitarbeiter, IM) entstand ein engmaschiger Überwachungsapparat. So wurden vielfach Freundschaften, Familien und Biographien zerstört.





