Dem zu erwartenden Thronwechsel hatte Bismarck mit einem gewissen Unbehagen entgegengesehen, nicht allein wegen des großen Altersunterschieds − der neue Herrscher 31, der Kanzler 73 Jahre alt −, sondern auch wegen bereits erkennbarer charakter‧licher Eigenarten Wilhelms II. Dieser wollte vor allem eines: selbst herrschen und deshalb den „Alten“ loswerden. So war der Konflikt zwischen Kaiser und Kanzler wohl unvermeidlich. …
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Prof. Dr. Eberhard Kolb





