Einige der damals geschaffenen Arbeitsplätze haben sich zwischenzeitlich stark verändert, andere sind aufgrund fortschreitender Technisierung und Rationalisierung durch Maschinen ersetzt worden.
In ihrem umfangreichen Bildband „Die verschwundene Arbeit“ widmen sich Sarah Jost und Gabriele Wachter Beschäftigungen und Arbeitsbereichen des 19. und 20. Jahrhunderts, die im heutigen Arbeitsalltag nur noch selten beziehungsweise gar nicht mehr existieren. So waren zum Beispiel der Beruf des Feilenhauers, des Kohlenträgers, der Putzmacherin oder auch des Senfmüllers, die heute kaum noch jemandem bekannt sind, damals weitverbreitet. Aus dem Fundus Berliner Museen, Archive und Bildagenturen haben die Herausgeberinnen 295 Schwarz-Weiß Fotos aus dem gesamten 20. Jahrhundert zusammengestellt, die größtenteils Szenen der Berliner Arbeitswelt zeigen. Gegliedert in die neun Themenbereiche „Heimarbeit“, „Handwerk“, „Kleinhandel“, „Fabrikarbeit“, „Nahrungsmittel“, „Dienstleistung“, „Transport- und Verkehr“, „Bauarbeit“ und „Unterhaltung“ soll der Bildband die Vielfalt der Erwerbstätigkeiten der vergangenen zwei Jahrhunderte darstellen und in Erinnerung rufen.
Bei der Auswahl der Bilder stützten sich Jost und Wachter insbesondere auf die Kriterien der Vielfalt, Einzigartigkeit und photographischen Qualität. So ist es möglich, dass einige tatsächlich verschwundene Berufe in ihrem Bildband nicht zu finden sind.
Rezension: Franziska Drescher





