Wahre Wunderwerke textiler Gestaltung aus der Zeit zwischen 1530 und 1650 bieten sich den Besuchern; intensiv kann man die Stoffe, Formen und Fertigungen begutachten. Porträts und andere Gemälde verdeutlichen, zu welchen Anlässen die Gewänder, die die Oberschicht zu ihrer Repräsentation anfertigen ließ, getragen wurden. Dazu werden Flugblätter zur Modekritik und Trachtenbücher gezeigt. Archäologische Funde aus einer Schneiderwerkstatt um 1600 lassen die Kleiderherstellung wieder aufleben. Besonders stolz ist man auf ein geschlitztes Wams aus der Zeit um 1580, das einen sogenannten Gänsbauch besitzt. Diese wattierte Bauchpartie wurde vom Harnisch übernommen und sollte dem Träger Würde verleihen. Weite, an den Handgelenken schmal zulaufende Ärmel vervollständigen das Kleidungsstück, das aus klerikalen Kreisen heftig kritisiert wurde.





