Die Epen „Ilias“ und „Odyssee“ sind die ältesten überlieferten Texte in griechischer Sprache. Sie wurden um 700 v. Chr. erstmals niedergeschrieben – also in einem Zeitraum, in dem die Griechen erst seit wenigen Generationen über eine eigene Schrift verfügten.
Das griechische Alphabet entstand als eine modifizierte Übernahme der westsemitischen Konsonantenschrift. Im Gegensatz zur Silben- und Symbolschrift der Linear-B-Tafeln der mykenischen Kultur bestand dieses Alphabet aus einer begrenzten Anzahl von Zeichen für Konsonanten und Vokale – Letztere stellen die entscheidende Neuerung dar, durch die die Griechen das reine Konsonantensystem der Phöniker abwandelten und ihrer Sprache anpassten.





