Erst im Laufe der Regierungszeit von Königin Viktoria sahen die Menschen in Großbritannien die überseeischen Besitzungen als einen Gewinn für ihre Nation – die zähe Auseinandersetzung mit den abtrünnigen Kolonien in Nordamerika hatte hier einen langen Nachhall gehabt. Einen entscheidenden Wendepunkt bildete das Jahr 1858, als Indien – bislang von der Ostindien-Kompanie kontrolliert – nach einem niedergeschlagenen Aufstand der Bevölkerung zur Kronkolonie erklärt wurde. Als Premierminister Benjamin Disraeli 1876 Viktoria zur Kaiserin von Indien krönen ließ, war die Idee des Empires endgültig fest etabliert. Nun schauten die Briten stolz auf die Weltkarte, in die sie ihre Kolonien mit roter Farbe eintrugen.





