Die Ausstellung gewährt anhand der Miniaturporträts Einblicke in Liebesbeziehungen und die Heiratspolitik vergangener Zeiten. Die Porträts sollten Verbindungen zwischen zwei Personen herstellen oder waren eine Art Liebespfand für die Abwesenheit einer geliebten Person. Die intime Bildgattung zeigt, wie vielfältig die Botschaft des Aneinander-Denkens wiedergegeben wurden: Aufs Herz gelegte Hände sollten Liebe ausdrücken, ein zum Himmel gerichteter Blick Sehnsucht nach dem Verehrten, entblößte Brüste vermittelten Begehren. Bis heute bekannte Symbole wie Herz, Pfeil und Bogen waren dabei ebenso verbreitet wie mit Bedeutung aufgeladene Blumen wie Rosen, Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen.
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