Nicht jeder Interessierte hat die Möglichkeit, sich mit einem Besuch der Gedenkstätten vor Ort ein Bild der nationalsozialistischen Gräueltäten während des Zweiten Weltkriegs zu machen. Nun versucht das Google-Kulturinstitut in Paris mit seinen Partnern rund um den Globus, das revolutionäre Medium des Internets auch für die Erinnerungskultur an den größten Völkermord der Geschichte zu nutzen. Auf der Seite www.google.com/culturalinstitute stellen renommierte Museum aus der ganzen Welt Fotos, Dokumente und Video-Berichte von Zeitzeugen für das Medium des 21. Jahrhunderts zur Verfügung. Insgesamt 17 verschiedene Institutionen haben sich an dem Projekt bisher beteiligt, darunter das Anne-Frank-Haus in Amsterdam, das Museum in Auschwitz-Birkenau, das Dokumentationszentrum Yad Vashem in Jerusalem sowie das Imperial War Museum in London.
Die Materialsammlung zum Thema Holocaust ist aber nur ein Teil eines noch ambitionierteren Projekts: das gesamte 20. Jahrhundert nach verschiedenen Schwerpunkten geordnet zu dokumentieren. Neben dem Holocaust ist auch die Geschichte der Apartheid, der Rassentrennung in Südafrika, bereits durch Beiträge des Südafrikanischen Historischen Archivs auf der Plattform für Internetnutzer aufgearbeitet.
Das Kulturinstitut des Unternehmens Google wurde Ende 2011 mit Sitz in Paris eröffnet. Ziel der Einrichtung ist es, das historische Erbe der Menschheit durch Digitalisierung zu erhalten und es anhand des Mediums Internet einer weltweiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.





