Seit dem frühen Morgen des 7. Juni 1520 herrschte in den Lagern der beiden Könige, die wenige Kilometer auseinander lagen, geschäftige Nervosität. Hunderte Ritter ließen sich von ihren Knappen einkleiden, Pferde wurden gesattelt, Schwerter und andere Waffen auf Hochglanz poliert. Erst um fünf Uhr am Nachmittag war alles bereit, und drei Kanonenschüsse gaben das Signal, dass die Züge der Monarchen sich aufeinander zu bewegen sollten.
Als der jeweils andere Tross in Sicht kam, brach kurz Panik aus, und es kam zum Stillstand. Beide Prozessionen bestanden aus rund 4000 Reitern und Fußsoldaten. Solch ein Anblick erinnerte die kampferprobten Teilnehmer unweigerlich an eine Schlacht. Doch diesmal standen sich die „Heere“ der Franzosen und Engländer in friedlicher Absicht gegenüber. Schließlich setzten sich alle wieder in Marsch.





